Yoga ist Raum für dich 


Achtsamkeit, was ist das?

Achtsamkeit ist ein Weg, unseren Geist und unser Bewusstsein zu schulen. Wir unterscheiden dabei zwischen formeller und informeller Praxis.

In der informellen Praxis üben wir uns darin, in unserem Alltag jederzeit präsent zu sein.

Wir üben uns darin, aufmerksam mit unseren Gedanken, Gefühlen und unserem Körper umzugehen und den momentanen Augenblick vollkommenen bewusst wahrzunehmen.

Dabei kann es leicht geschehen, dass wir plötzlich nicht mehr nur unseren eigenen Standpunkt sehen, sondern unser Blick sich weitet und das große Ganze miteinschließt.

Auf diese Weise entwickeln wir ein tiefes Verständnis von uns selbst und unserem Umgang mit der Welt und können so den eigenen Alltag mit seinen Herausforderungen besser bewältigen. Achtsamkeitspraxis lehrt innezuhalten und sich immer wieder zu fragen:

„Was ist genau Jetzt“

 

In der formellen Praxis üben wir die verschiedenen Varianten der Meditation.
Meditation heißt nicht nur Sitzen in der Stille. Es gibt viele verschiedene Formen der Meditation. 

 

 

So kann der permanente Gedankenstrom verlangsamt werden. Ganz aufhalten können wir ihn nicht.

 

Und darum geht es auch gar nicht.

„Du kannst die Wellen nicht aufhalten, du kannst nur lernen auf ihnen zu surfen.“ 

John Kabat Zinn


Vielmehr geht es darum unseren Geist und damit uns selbst besser zu verstehen und uns seine Aktivitäten bewusst zu machen.

Im Buddhismus ist Meditation das praktische Mittel, um die Natur des Geistes zu erkennen. Während der Meditation ruht der Geist idealerweise in sich selbst.

Und obwohl er nicht zu finden ist, ist er die Grundlage allen Erlebens. Der Geist, der durch die Augen schaut, durch die Ohren hört, der erfährt und versteht, ist sich aller Erfahrungen bewusst, ohne dabei sich selbst zu sehen. Meditation wirkt in der Weise, dass sie den Geist in einen Zustand führt, in dem er sich selbst erkennen kann. Dies ist vergleichbar mit einem Auge, das die Welt sieht, aber sich selbst erst beim Blick in den Spiegel sehen kann.

Man verweilt bei einem individuell gewählten Focus, absichtslos im „Hier und Jetzt“. Gedanken können entstehen, aber man folgt ihnen nicht. Wenn dies dennoch geschieht , kehrt man entspannt wieder zum Gegenstand der Konzentration zurück. Durch diese Übung kommt der Geist zur Ruhe. Er wird wie die ungestörte Oberfläche eines Sees, der alles klar widerspiegelt.

Dies ist mit einer Erfahrung von Klarheit und Freude verbunden. Die Wirkung der Praxis zeigt sich in Form von mehr Überschuss und Leichtigkeit sowie in der zunehmenden Fähigkeit, störende Gefühle im eigenen Geist einfach loszulassen

  

 

„Wenn man seine Ruhe nicht in sich findet, ist es zwecklos, sie andernorts zu suchen."

 

(Francois de La Rochefoucauld)